Das Team

Dürfen wir Ihnen unser Team etwas NÄHER bringen?

Bild: Uhu Rudi

In unserer Falknerei leben 8 Greifvögel, die allesamt beim Landesamt für Umwelt und Naturschutz gemeldet sind.

Einige, zum Beispiel Wüstenbussard und Steinadler, halten wir nur für die Beizjagd. Andere, wie Geierfalke und Schnee-Eule, präsentieren wir nur in den Vorführungen; denn die Beutetiere, die für sie in Frage kommen, unterliegen nicht dem Jagdrecht.


Geierfalke / Schopfkarakara (Caracara plancus)

Portrait: Unser Geierfalke Sancho (geschlüpft 1999) ist ein sehr vertrauensvoller Vogel, der schon mal dem einen oder anderen Gast einen Schnürsenkel geöffnet hat. Geierfalken sind auf Grund ihrer Lebensweise keine Vögel die zur Jagd eingesetzt werden. In einer Vorführung ist er jedoch durch seine sehr lustige Art ein wichtiger Bestandteil des Programms.

  

  


Mäusebussard (Buteo buteo)

Portrait: Der Mäusebussard Fridolin (1980 – 2013) ist mit 33 Jahren unser ältester Greifvögel in der Falknerei gewesen. Besonderheit: Sein Gefieder war sehr dunkel. Im Alter war Fridolin etwas eigensinnig und als Amme für unsere Pflegestation tätig.

Siehe auch „Meine Erzählungen„.


Schnee-Eule (Nyctea scandiaca)

Portrait: Unsere Schnee-Eule Schneepi (geschlüpft 2002) ist so ziemlich der ungeschickteste Nacht-Greifvogel, der mir in meiner falknerischen Laufbahn begegnet ist. Wenn sie wieder mal ihr Landeziel verfehlt, entlockt sie vielen Besuchern ein Schmunzeln.

  

  


Wüstenbussard / Harris Hawk (Parabuteo unicinctus)

Portrait: Wüstenbussard Ahab (1,0 geschlüpft 2002) und Wüstenbussard Klein-Ahab (0,1 geschlüpft 2012): Harris Hawks werden oft auch achtlos als Krähenhabichte bezeichnet, da sie einen sehr krächzenden Ruf von sich geben. Wer aber schon mal die Eleganz und Intelligenz dieser Greife beobachten konnte, ist diesem farbenprächtigen Vogel bald erlegen. Ahab wird von mir in erster Linie zur Beizjagd geflogen, er ist ein guter Jäger auf Niederwild, in der Luft sowie auf der Erde.

  

  


Uhu (Bubo bubo)

Portrait:  Uhu Paula (geschlüpft 2012): Im Frühjahr 2012 haben wir den von allen geliebten Uhu Rudi (Bild oben) durch einen für uns sehr schmerzhaften Unfall verloren.

Ich wollte aber unbedingt wieder einen Uhu haben und entdeckte dann in Holland dieses wunderschöne Uhu-Mädchen Paula und konnte nicht widerstehen. Sie bringt mich fast täglich zum Schwitzen! Aber ich denke, wenn wir mal die holländisch-deutsche Sprachbarriere überwunden haben, werden wir sicher ein gutes internationales Team werden!

    


Steinadler (Aquila chrysaetos)

Portrait: Unsere Steinadler Tilla (geschlüpft 1994) und Karlchen (geschlüpft 1993) werden von uns auch zu Jagdzwecken eingesetzt (Beizjagd). Hauptbeute ist der Fuchs, der wegen seines erhöhten Vorkommens bejagt werden muss. Besonderheit der Steinadler: Sie bauen eine sehr enge Verbindung zum Falkner auf.

Adler sind für unsere Gäste immer ein Highlight, aber auch mit Vorsicht zu genießen. Ein Steinadler ist auch in der Falknerei mit Sicherheit kein Anfängervogel. Man braucht viel Erfahrung und auch ein bißchen Mut um so einen Greif zu trainieren.

  

  


Wanderfalke (Falco peregrinus)

Portrait: Wanderfalke Momo (geschlüpft 2011): Momo bekam ich von Siegfried Sturm aus BW. Wir telefonierten im Frühjahr 2011 und Siegfried erzählte mir, dass er in diesem Jahr viele Wanderterzel gezogen, aber noch nicht alle verkauft habe. Als ich mal zu Besuch bei Siegfried war habe ich spontan Momo mitgenommen um ihn auf das Federspiel zu fliegen. Im ersten Jahr war der Falke sehr unruhig aber in der Saison 2012 hat sich Momo als hervorragender Falke für das Federspiel entwickelt.

  

  


Zwergrauhhaarteckel

Portrait: Zwergrauhhaarteckel-Dame Klara (geboren im Sommer 2000): Als ich mit der Falknerei anfing, hatte ich zunächst nur kleine Münsterländer und Deutsch-Drahthaar Hunde. Mit ihnen und den Adlern waren wir oft zur Fuchsjagd unterwegs. Später bin ich dann auch öfter mal mit den Teckeln vom Bruchsee (siehe Links) und deren Besitzern unterwegs gewesen. Von mal zu mal gefielen mir die Teckel immer besser, so dass ich mir eines Tages auch einen Welpen ausgesucht habe. Das stolze Ergebnis seht ihr hier! Klara hat die Bauhund- und Schweißprüfung abgelegt und ist ein sehr wichtiges Familienmitglied geworden!

  

  


 Frettchen (Mustela putorius furo)

  

Portrait: In der Falknerei haben im Januar 2014 neue Bewohner Einzug gehalten! Sie heißen Mucki und Pucki und sind zwei Frettchen.

Frettchen gehören zur Familie der Marder. Sie sind die domestizierte Haustierform des Iltis. Frettchen wurden bereits bei den Römern im ersten Jahrhundert zur Bekämpfung der Kaninchenplagen eingesetzt, in dem man die Frettchen in den Kaninchenbau einsetzte und dann die Röhrenöffnungen mit Netzen abdeckte. Heute werden Frettchen meist als Haustiere gehalten. Da sie einen sehr starken Eigengeruch haben (sprichwörtlich: „Der stinkt wie ein Iltis!“) werden sie oft kastriert. Bei mir dürfen sie aber stinken, da ich sie ja nicht als Haustiere halte, sondern zur Jagd. Ich persönlich finde, dass ein Frettchen sowieso nicht als Haustier gehalten werden sollte und schon gar nicht als Spielgefährte für Kinder, denn sie schlafen am Tag 14-18 Stunden. Ich habe Ihnen ein schönes Außengehege gebaut damit sie sich auch wohl fühlen. Nun muss ich sie nur noch an meine Greifvögel und die Hunde gewöhnen, damit sie als Jagdkumpanan mit einander auskommen.